Nebenkostenabrechnung

Nebenkostenabrechnung
Letzte Änderung am Dienstag, 16 September 2014 10:06

Die Nebenkosten beinhalten sämtliche Bewirtschaftungskosten eines Objekts. Bei den Betriebskosten hingegen handelt es sich um alle neben der Miete entstehenden Kosten. Die Betriebskosten sind somit nur ein Teil der gesamten Nebenkosten.

Was sind Betriebskosten?
Gemäß § 1 Abs. 1 Betriebskostenverordnung (BetrKV) sind Betriebskosten "die Kosten, die dem Eigentümer durch das Eigentum oder am Grundstück oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen, Einrichtungen und des Grundstücks laufend entstehen".

Die §§ 556, 556a BGB enthalten Regelungen für die Vereinbarung, Abrechnung und Veränderung von Betriebskosten. Die Betriebskosten können danach in unterschiedlicher Weise auf die Mietpartei übertragen werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer Betriebskostenpauschale und der Pflicht der jährlichen Rechnungslegung. Es kann demnach vereinbart werden, dass der Mieter für die Betriebskosten entweder eine monatliche Pauschale oder Vorauszahlung leistet.
Schuldet der Mieter laut Mietvertrag eine Betriebskostenvoraus- bzw. -abschlagszahlung, so hat der Vermieter nicht nur das Recht, sondern auch die Verpflichtung, über die Betriebskosten des abgelaufenen Abrechnungszeitraums Rechnung zu legen. Der Mieter hat gegenüber dem Vermieter einen Anspruch auf Erstellung einer Nebenkostenabrechnung.
Die Gesamtkosten abzüglich der Vorauszahlung ergeben ein Guthaben oder eine Nachzahlungsforderung.

Welchen Inhalt muss die Nebenkostenabrechnung haben?
Eine Nebenkostenabrechnung muss folgende Angaben enthalten: 

- Zusammenstellung der Gesamtkosten
- Angaben und Erläuterungen des zugrunde gelegten Verteilerschlüssels
- Berechnung des Anteils des Mieters und den Abzug der Vorauszahlungen des Mieters.

Außerdem muss die Abrechnung klar übersichtlich und rechnerisch nachvollziehbar gestaltet sein.
Die Aufstellung der Gesamtkosten muss getrennt nach den jeweiligen Betriebskostenarten erfolgen.